Sonntag, November 15, 2009

Igitt

Nachdem ich diese Woche einiges um die Ohren hatte, bin ich erst jetzt dazu gekommen meine Japanische Bitterorangen auf ihre Verwertbarkeit persönlich zu testen.



Immerhin hatte ich ja eine ganze Schüssel dieser kleinen gelben Bällchen ernten können. Aufgeschnitten zeigen sie jede Menge an Kernen und die Saftausbeute ist äußerst gering.

Kernig

Ich habe also den Eierbecher voll Saft , den ich aus sechs solchen Bällchen gewonnen habe mit Zitronensaft verlängert, die Schale dünn geschält und daraus dann ein Probegläschen Marmelade auf die übliche Weise gekocht. Beim Kochen bemerkte ich schon, dass das harzige Aroma meinem Geruchssinn nicht unbedingt behagte. Gelesen hatte ich bereits, dass dieser Harz aus der Schale sehr klebrig sein sollte, er ließ sich aber völlig problemlos mit Wasser und Seife abwaschen.Zu Lösungsmittel musste ich nicht greifen.

Marmelade
Die Marmelade sieht auch aus wie typische englische Bitterorangenmarmelade, aber essen werde ich sie garantiert nicht. Mein Geschmackssinn rebellierte bei der ersten organoleptischen Probe, und ich kann nur der Aussage von Mr. Texas zustimmen, am besten man stellt den Topf in das hinterste Regal und vergisst es. Ekelhaft...brrr
Selbst als Deko werde ich diese Früchtchen nicht verarbeiten: Ich hatte zunächst überlegt sie in einem Kranz zu verarbeiten, es gibt jedoch manchmal Gerüche, die beim ersten Kontakt als recht angenehm erscheinen sich aber auf die Dauer dann als penetrant erweisen.


3 Kommentare:

  1. Anonym1:41 PM

    Mr. Texas sagte..
    Keeps indefinately ;-))
    Da bin ich von überzeugt!!
    Interssanter Bericht Sisah, vielen Dank!!
    Liebe Gartenbloggerin,
    ich bin Fernsehautorin und habe über Sisah "aus einem Garten im Fließtal" einen Fernsehbericht gedreht. Da sie ja auch mit Ihnen kommuniziert, haben wir kurz über Ihren Blogg mit der Kamera geschwenkt (ca. 3 Sek.).
    Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Fernsehauftritt und ich bin auch noch mit dabei:-))
    LG Gisela

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  2. OK, Marmelade ist nicht zu empfehlen, wie wäre es dann im kommenden Jahr mit einem Curaçao ;-)

    Ich habe eben erst mal nachgesehen, was Bitterorangen überhaupt sind. In der Wikipedia habe ich dann doch ein paar interessante alternative Nutzungsmöglichkeiten gefunden z.B. Duftöle zur Parfümherstellung oder eben Curaçao.

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  3. @Heiner: Leider wird aus diesen Vorschlägen leider auch nichts, Japanische Bitterorangen (Poncirus) und Pomeranzen ( Citrus × aurantium/Bitterorangen), aus denen sowohl englische Marmelade und auvh Curacao gemacht werden, sind nicht das gleiche.
    LG
    Sisah

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